L´INFERNAL TRAIL DE VOSGES – Gigi en route dans les Vosges

10. Oktober 2020

Nicht nur beim Maiwaldlauf unseres SVF, sondern auch in Frankreich wurde am Sonntag, 13.09.2020 endlich wieder physisch gelaufen. Wie bei uns natürlich auch unter Einhaltung der strengen Hygienevorschriften. In Frankreich, genauer im Herzen der Vogesen ging es jedoch bereits um 3.00 in der Früh los, denn mit 77km und 3.245 Höhenmetern benötigten selbst die Schnellsten doch etwas mehr Zeit als in Freistett. Mit dabei vom SVF unser französischer Ultraläufer Ghislain Ehrhart. Bei noch recht angenehmen Bedingungen zu nachtschlafenden Zeiten wurde der Start der Athleten von einem tollen Feuerwerk belgeitet. Schnell ging es aber raus in die Nacht und ein jeder kämpfte eher für sich allein. Der Traillauf hatte so einiges zu bieten. Neben der späteren Hitze, ging es wie bei einem Trail üblich über nicht ganz einfache, schmale Waldwege, es waren Bachläufe zu überwinden und an einigen Stellen waren sogar Seile gespannt, an denen man sich hochziehen konnte und auch musste. Zwischendrin wurde immerhin auch die Möglichkeit geboten recht normal zu laufen, war aber wohl eher selten. Gigi selbst durfte recht bald schon sein Kämfperherz zeigen, wie schon traditionell bei ihm und leider beruflich bedingt kam das Training für solch eine „hammer“ Veranstaltung zu kurz und neben einer nicht mehr vorhandenen Kondition wurde er recht schnell von Krämpfen heimgesucht. Da er so etwas bereits kannte fiel es ihm leichter als so manch anderem Sportler das Ding trotzdem durchzuziehen. Die notwendigen Verpflegungsstellen waren beim Infernal recht weiter auseinander, so gab es die erste Verpflegung leider erst bei ca. KM30. Für solch einen schweren Lauf schon recht spät. Die Sportler mußten somit auch recht viel Wasser im Laufrucksack mitnehmen. Interessant war bei Gigi der Rennverlauf. Bis ca. 5KM vor Ende sackte seine Durchschnittsgeschwindigkeit auf 4,19 km/h ab und dann folgte von der letzten Höhe hinab ins Ziel, der von vielen lang ersehnte „Le grande descent“. Es ging ins Ziel nur noch bergab und unser SVFler ist da wohl derart hinuntergestürzt, dass er die Durchschnittsgeschwindigkeit noch auf 4,75 km/h hochschrauben konnte. Vorsicht aber, der grande descent ist keine „Waldautobahn“. Durch die teils schmalen Wurzelwege muss die Konzentration auch zum Ende solch eines Trails immer noch hochgehalten werden, denn ein Sturz und eventuell das Ausscheiden aus dem Rennen wäre fatal und würde den Sportler um den Lohn seiner bis dahin mehr als harten Arbeit gebracht haben. Gigi aber erreichte dann nach insgesamt 15:23:06 Std. überglücklich und völlig erschöpft das Ziel in Saint Nabord.

Gigi vor dem Start, oh la la, das ist Motivation pur

 

Zuhause wieder gut erholt

Eine notwendig starke Leistung, die unsere absoluten Glückwünsche verdient. Sehr gut gemacht Gigi, aber warum machst Du Dir solche Aufgaben nicht leichter, indem Du im Vorfeld doch etwas mehr trainierst ??? Gigi kam mit seiner Leistung von 500 Finishern auf dieser Strecke auf Platz 489 rein. Vermutlich hatte er die Konkurrenten auf dem letzten Bergabstück noch überholt.

Der Trail nun noch in subjektiven Zahlen …

– Gigi hatte 6KG Gepäck bei sich (die Ausrüstung ist z.T. vorgeschrieben als Pflichtausrüstung)

– Gigi trank 8 Liter Wasser, verlor aber immer noch 3KG Körpergewicht

https://linfernaltraildesvosges.org

 

SV Freistett