Bienwaldmarathon – Eberhard hätte gerne daheim bleiben dürfen

21. März 2019

Das hätte 2 Freistettern das Leben am Sonntag, 10.03.2019 wesentlich erleichtert. Auf dem Programm stand an diesem Tag für Katharina Walther und Uwe Matzkowski der Bienwald-Marathon im pfälzischen Kandel. Die 42,2km dort sind absolut flach und normalerweise eine der schnellsten Marathonstrecken Deutschlands, aber eben diesmal wurde die Veranstaltung durch Eberhard empfindlich gestört. Eberhard war überhaupt nicht angemeldet, hatte keine Startnummer, lief aber trotzdem mit und der Veranstalter konnte es leider nicht verhindern. Es handelte sich bei Eberhard natürlich um das Sturmtief, das mit teils heftigem Wind und Starkregen nicht nur die Pfalz heimsuchte. Trotzdem gingen die beiden tapferen SVFler an den Start, obwohl die Lust von Katharina Walther und Uwe Matzkowski am morgen des Laufes auf den Nullpunkt gesunken war. Nun ja, man war vorangemeldet und ein schickes T-Shirt gab es für die Teilnehmer ebenfalls abzuholen. In Kandel angekommen schien die Lage gar nicht so ernst zu sein. Kurz vor dem Start gab es seitens des Veranstalters eine Ansage, dass man den Lauf erst starte, sich aber nach 30 Minuten mit der Wettkampfleitung zusammensetzen würde, um zu beratschlagen, ob der Lauf nicht doch abgebrochen werden müsse. Später im offiziellen Bericht war von einem „Sturmlauf durch den Bienwald“ die Rede. Es ging los und für die Sportler war es wichtig eine Gruppe zu finden, in der man sich nach Möglichkeit sogar bei der Führungsarbeit abwechseln konnte. Für Uwe lief es richtig gut, lediglich die Führung in seiner Gruppe konnte er nicht übernehmen. Die Führung übernahmen 2 sogenannte Zugläufer, die vom Veranstalter bestimmt wurden eine Laufgruppe ziemlich genau und vor allem konstant auf eine Endzeit von 3:44 Std. zu führen. Bei Katharina lief es auch aufgrund einer belastenden Arbeitswoche nicht so gut wie üblich. Sie verspürte schon bei km 7 keine Lust mehr, quälte sich aber trotzdem noch bis km 25, um dann das Rennen zusammen mit einigen Anderen zu beenden. Vielleicht hätte sie aber auch der Veranstalter aus dem Rennen genommen, denn zum Ende hin wurde der Marathon doch noch abgebrochen und einige Läufer wurden zum Rücktransport gezwungen, da der Wind mehrere Bäume umgeschmissen hatte und es einfach zu gefährlich wurde. Uwe hingegen entkam dem Ganzen und lief einige Kilometer sogar vor den 3:44 Zugläufern. Da aber auch Uwe irgendwann schwächelte wurde er von einer deutlich kleiner gewordenen 3:44 Gruppe bei km35 überholt, er hatte aber zu dem Zeitpunkt bereits einen deutlichen Vorsprung auf seine anvisierte Zeit von 3:59, so dass ihn das Überholen ruhig bleiben ließ. Zwischendrin musste auch er über einen Baum springen und wurde von einem herabfallenden Tannenzweig attackiert. Schlussendlich kam Uwe nach einer starken Zeit von 3:52:16 richtig glücklich ins Ziel. Auf den letzten beiden Kilometern gab es Rückenwind und der blies so stark, dass es für die Läufer, die nicht mehr konnten schon richtig störend war, denn der Wind wollte den Läufer schneller fortbewegen, als es die Beine noch konnten. Von 485 Finishern erreichte Uwe einen Gesamtrang 238. Nach dem Marathon wurde auf die leider kalte Dusche verzichtet und die beiden SVFler fuhren sehr bald heim – Bericht Uwe Matzkowski.

SV Freistett